Leitfaden zum Umgang mit dem Coronavirus in der Kindertagesbetreuung und FAQ   (Stand:19.04.2022)

Aktualisierung zum 05.05.2022



Gibt es eine Testpflicht in der Kindertagesbetreuung?
Nein.
Verpflichtende Testungen sind nach einem Infektionsfall in Angeboten der Kindertagesbetreuung nicht länger vorgesehen und können mit Blick auf den vertraglichen und gesetzlichen Betreuungsanspruch auch nicht eigenmächtig (etwa im Rahmen des Hausrechts) von der Einrichtung, deren Träger, der Kindertagespflegeperson oder dem Jugendamt angeordnet werden. Das heißt, die Betreuung der Kinder darf nicht von der Teilnahme bzw. Durchführung einer Testung abhängig gemacht werden.
Das Angebot von Tests zur freiwilligen Teilnahme bleibt selbstverständlich weiterhin möglich. 
Kinder können aber nicht verpflichtet werden, an einer Testung in der Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle teilzunehmen. Gleiches gilt für Beschäftigte und Kindertagespflegepersonen.

Wenn eine  Person ein  freiwilliges  Testangebot  wahrnimmt  und  der  Test  zu  einem positiven Ergebnis oder Pool - Ergebnis führt, gelten die allgemeinen Regelungen.

Gilt in der Kindertagesbetreuung eine Maskenpflicht?
Seit  dem  2.  April  gilt  auch  in  der  Kindertagesbetreuung nach landesrechtlichen Regelungen keine grundsätzliche Maskenpflicht mehr, weder im Innen - noch im Außenbereich. Dies gilt für alle Personen, das heißt auch für Beschäftigte, Kindertagespflegepersonen, Eltern und andere Personen (Dritte) unabhängig von ihrem Impf - und Genesenenstatus. 

Wichtig: Hier darf der Träger das Hausrecht anwenden und eine Maskenpflicht für Besucher verpflichtend vorschreiben. 

Gibt es noch Zugangsbeschränkungen oder Betretungsverbote?
Nein. Die bisher geltenden landesrechtlich geregelten Zugangsbeschränkungen und Betretungsverbote in Räumlichkeiten der Kindertagesbetreuung gibt es nicht mehr. Dies  gilt  insbesondere  auch  für  Eltern  und nicht  immunisierte Beschäftigte sowie Kindertagespflegepersonen.

Wichtig: Auch hier darf der Träger das Hausrecht anwenden und ein Betretungsverbot aussprechen. Im Grundsatz darf der Träger jedoch keine Maßnahmen ergreifen, die eine Betreuung verhindert.

Mein Kind zeigt Symptome.
Kranke Kinder gehören nicht in die Kita oder in die Kindertagespflegestelle. Kinder mit Fieber oder Symptomen, die nach Einschätzung der Eltern und der Einrichtung
oder Kindertagespflegestelle auf eine akute, infektiöse und ansteckende Erkrankung hinweisen, sollen zum Schutz der Beschäftigten, der Kindertagespflegepersonen und der anderen Kinder in diesem Fall nicht betreut werden.

Für mein Kind liegt ein positiver Selbsttest vor.
Nach  aktueller  Lage  gilt: Führen  Sie  bitte  zeitnah  einen  Kontrolltest  in  Form eines PCR - Tests oder eines Schnelltests in einem Testzentrum durch .  Bis zum Vorliegen des  Ergebnisses  des  Kontrolltests  sollte Ihr Kind  bestmöglich  Kontakt  zu  anderen Personen vermeiden.

Für  mein  Kind  liegt  ein  positiver PCR - Test oder  Schnelltest  aus  einem Testzentrum vor.
Informieren Sie bitte das  Angebot der Kindertagesbetreuung. Für Ihr Kind gilt eine Isolierungspflicht, d.h. es darf den eigenen Haushalt nicht verlassen und muss Kontakte vermeiden. Die Pflicht zur Isolierung gilt automatisch und wird nicht vom Gesundheitsamt angeordnet

Ein  positives  Ergebnis  eines Schnelltests in einem Testzentrum kann mit einem PCR - Test überprüft werden, es ist dann das Ergebnis des PCR - Tests anzuwenden. 

Die Isolierung endet grundsätzlich zehn Tage nachdem der positive Test durchgeführt wurde. 

Falls zunächst Symptome beobachtet wurden und 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome ein positiver Test durchgeführt wurde, enden die zehn Tage Isolierung nach Symptombeginn. Falls noch Symptome bestehen, ist die Isolierung fortzusetzen.
Nach fünf Tagen kann das Kind mittels eines Antigen -Schnelltests in einem Testzentrum  oder mittels  eines PCR- Tests  freigetestet  werden,  wenn  es  zuvor  48 Stunden  symptomfrei  war. Der  Test  kann  frühestens  am  5.  Tag  der  Isolierung durchgeführt werden.
Bei der Berechnung der Quarantänedauer zählt der erste volle Tag als Tag 1, d.h. der Tag der Testung bzw. Symptombeginn wird nicht mitgerechnet. 

Ab dem Folgetag wird gezählt, bis die Anzahl an Tagen der Quarantänedauer erreicht ist (volle Tage).

Beispiel:  Die Symptome traten am 31. März  auf und innerhalb von 48 Stunden wurde ein  Schnelltest  in  einem  Testzentrum  durchgeführt,  der  positiv  ausgefallen  ist. Die Frist beginnt am 1.  April und endet mit Ablauf des 10. April , d.h. am 11. April  kann der  eigene  Haushalt  wieder  verlassen  werden. Sofern  in  den  zurückliegenden  48 Stunden keine Symptome vorlagen, kann am 5. April  eine Freitestung durchgeführt werden. Bei einem negativen Ergebnis endet die Isolierung am 6. April


Im  Haushalt  lebt  eine  mit  Corona  infizierte  Person (positiver  PCR - Test  oder positiver Schnelltest aus einem Testzentrum) .
Für Ihr Kind gilt grundsätzlich keine Quarantänepflicht mehr, d.h. es darf den eigenen Haushalt verlassen und muss keine Kontakte vermeiden. Es gilt nur noch eine Isolierungsempfehlung.



Welche Ausnahmen von der Quarantäne gibt es?

Folgende   Personen   sind   aufgrund   ihrer   bisherigen   Immunisierung   von  einer  Quarantänepflicht  ausgenommen:
- Personen  mit  einer  Boosterimpfung,  insgesamt  drei  Impfungen  erforderlich
(auch bei jeglicher Kombination mit Johnson & Johnson)
- Geimpfte    Genesene    (Geimpfte    mit    einer    Durchbruchsinfektion  oder Genesene, die eine Impfung im Anschluss an die Erkrankung erhalten haben)
- Personen  mit einer  zweimaligen  Impfung  ab dem 15. Tag  nach  der  zweiten Impfung  bis  zum  90.  Tag  nach  der  Impfung  (die  Notwendigkeit  einer
zweimaligen Impfung gilt auch für den Impfstoff von Johnson & Johnson)
- Genesene ab dem 29 . Tag bis zum 90. Tag ab dem Datum der Abnahme des positiven Tests
Diese  Regelungen  zu  Quarantäneausnahmen  gelten  selbstverständlich  auch  für Kinder.  Beachten  Sie  bitte,  dass eine  Infektion  trotz  Immunisierung  nicht  gänzlich ausgeschlossen werden kann. Achten Sie daher auch als immunisierte Person nach einem Kontakt mit einer Corona - infizierten Person auf Symptome und lassen Sie sich regelmäßig  testen. Infizierte  Personen  müssen  sich  in  jedem  Fall  in  Isolierung
begeben.

Habe ich Anspruch auf Kinderkrankengeld oder Betreuungsentschädigung ?
Auch  wenn  Kitas  und  Kindertagespflegestellen wegen  eines  pandemiebedingten Personalmangels vorübergehend  geschlossen   werden,  haben     gesetzlich krankenversicherte   Eltern   Anspruch   auf  Kinderkrankengeld, wenn sie  zur
Beaufsichtigung oder  Betreuung ihres  gesetzlich krankenversicherten  Kindes  der Arbeit  fernbleiben. Das  Kinderkrankengeld  wird  bei  der  jeweiligen  Krankenkasse beantragt.  Die  Krankenkasse  kann als  Nachweis  die  Vorlage  einer  Bescheinigung
der  Einrichtung  verlangen.  Eine  entsprechende  Musterbescheinigung  ist  auf der Seite des MKFFI abrufbar: https://url.nrw/CoronaKindertagesbetreuung

Ist  die Kindertageseinrichtung oder  Kindertagespflegestelle    wegen  eines pandemiebedingten Personalmangels geschlossen, kann in dieser
Musterbescheinigung die Option „aufgrund einer Beschränkung des Zugangs zum Kinderbetreuungsangebot aus Gründen des Infektionsschutzes“ angekreuzt werden.
Für   Eltern   mit   Wohnsitz   in   Nordrhein - Westfalen,  die keinen  Anspruch  auf Kinderkrankengeld  oder  vergleichbare  Leistungen  haben  und   die   ihre   Kinder
aufgrund  einer  pandemiebedingten  Beschränkung  des  Betreuungsangebotes  zu Hause  betreuen,  hat die Landesregierung eine  eigene  Regelung  geschaffen: die Betreuungsentschädigung NRW. Mit der Betreuungsentschädigung NRW unterstützt die Landesregierung erwerbstätige Eltern mit Wohnsitz in Nordrhein - Westfalen, die ihr  Kind  pandemiebedingt  zu  Hause  betreuen und  deshalb  einen  Verdienstausfall erleiden ,  jedoch kein Kinderkrankengeld nach § 45 Sozialgesetzbuch  V  oder vergleichbare   Leistungen   erhalten und   die   auch   keinen   Sonderurlaub   nach beamtenrechtlichen Vorschriften nehmen können.
Bezugsberechtigt sind:
• privat Versicherte
• freiwillig gesetzlich Versicherte ohne Anspruch auf Krankengeld
• Landwirte ohne Anspruch auf Krankengeld
• gesetzlich Versicherte, deren Kinder privat versichert sind .
Für  das  Jahr 2022  ( aktuell bis  zum  23.  September 2022)  stehen  den Eltern  bis  zu 10 Tage Betreuungsentschädigung pro Kind und Elternteil  (bei  Alleinerziehenden 20 Tage) zu. Je Elternteil werden insgesamt  bis  zu  20 Betreuungstage (Alleinerziehenden bis zu 40 Betreuungstage) gewährt.
Der Antrag auf Gewährung der Betreuungsentschädigung ist nach der Betreuung des Kindes  bzw.  der  Kinder bei der Bezirksregierung, in deren Regierungsbezirk der Wohnsitz des jeweilige n Elternteils liegt, zu stellen:
https://url.nrw/Betreuungsentschaedigung
Auch   in   diesen   Fällen   kann   die   oben   angegebene Musterbescheinigung entsprechend verwendet werden.  

Quelle: https://www.mkffi.nrw/corona-aktuelle-informationen-fuer-die-kindertagesbetreuung-und-eltern

Coronaschutzverordnung 05.05.22
220504_CoronaSchVO ab 05.05.2022_Lesefassung.pdf (293.65KB)
Coronaschutzverordnung 05.05.22
220504_CoronaSchVO ab 05.05.2022_Lesefassung.pdf (293.65KB)


Coronatest- und Quarantäneverordnung 05.05.22
220504_CoronaTestQuarantäneVO.pdf (332.51KB)
Coronatest- und Quarantäneverordnung 05.05.22
220504_CoronaTestQuarantäneVO.pdf (332.51KB)
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